Wir ziehen eine positive Bilanz zu Mieten? Ja Wat Denn?!

Datum der Veröffentlichung:Montag 15.10.2018

Als Organisator*innen des Indoorcamps „Mieten? Ja Wat Denn?!“ ziehen wir ein Resümee der vergangenen Woche. AStA-Vorsitzende Kyra Beninga erfreut insbesondere, dass die Wohnraumproblematik in diesem Jahr eine besondere mediale Aufmerksamkeit erhielt. Sowohl auf den Missstand im Allgemeinen als auch auf die besondere Problematik bei ausländischen Studierenden konnte medial aufmerksam gemacht werden. „Nicht nur die große Medienresonanz durch Presse, Radio- und Fernsehsender hat Mieten? Ja Wat Denn?! zu einer lohnenswerten Arbeit gemacht, sondern auch, dass einige Camp-Teilnehmer*innen mit Wohnungen versorgt wurden, nachdem Privatpersonen auf deren dringliche Suche aufmerksam wurden.“ Um für alle wohnungslosen Studierenden Entlastungen zu realisieren, müsse der Fokus der Arbeit der Studierendenvertretung allerdings weiterhin auf politischer Lösungsfindung liegen.

Ergänzt wurde das Protestcamp durch zahlreiche ebenfalls an der Wohnraumthematik andockende Veranstaltungen wie einem Workshop zum Mietrecht, einer Pressekonferenz und einer Podiumsdiskussion mit zivilgesellschaftlichen Akteuren bei der verschiedene Strategien für mehr bezahlbaren Wohnraum diskutiert wurden. Das umfangreiche Rahmenprogramm inkludierte aber ebenso Vorträge zu Hochschulpolitik, Workshops zu organisiertem Sexismus, kritische Stadt- und Campusrundgänge, Barabende, einen feministischen Filmeabend und einen Rundgang zu Partizipationsmöglichkeiten an der Hochschule, bei dem sich verschiedene studentische Initiativen vorstellen. Die stark besuchte alternative Ersti-Party und ein gemeinsamer Besuch der Volksküche im ExZess rundete „Mieten? Ja Wat Denn?!“ ab.

Grund genug als AStA weiterhin mit aufwendiger Arbeit Debatten in Bewegung zu setzen, die sich mit der Ernsthaftigkeit der Wohnraumkrise, jedoch auch mit entsprechenden Lösungsmöglichkeiten, befassen. Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Axel Nieslony folgert, dass das Format von Mieten?! Ja Wat Denn?! so lange notwendig ist, wie ernsthafte politische Schritte weg vom marktradikal organisierten hin zu bezahlbarem Wohnraum unterlassen werden.

 

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