Pressemitteilung: Temporäre Schließung des Café KoZ

Datum der Veröffentlichung:Freitag 16.11.2018

Das selbstverwaltete Kollektiv des Cafe KoZ hat sich dazu entschlossen den Café-Betrieb bis zum Ende des Jahres einzustellen. Wir als AStA wollen die Umstände dieser Entscheidung erklären.

Der AStA hat am Dienstag, den 13.11.2018, an einem runden Tisch mit der Koordination und der Belegschaft des KoZ, anschließend an die vorangegangenen Gespräche die derzeitig prekäre Lage des studentischen Café- und Barbetriebes erörtert. Leider hat die Koz-Koordination im Laufe des Jahres Haushaltsabsprachen nicht eingehalten und noch einmal massive Mehrausgaben gegenüber dem letzten Jahr getätigt. Die enormen Mehrkosten gehen zu Lasten aller anderen Projekte und der politischen Arbeit des AStA und sind mittlerweile nicht mehr durch die Rücklagen des AStA zu decken. Demnach sah sich der AStA dazu gezwungen, das Café KoZ vorerst bis zum Ende der Woche zu schließen, um die Lage zu sondieren und mögliche Lösungswege zu evaluieren. Die Maßnahme war notwendig, um einerseits die Finanzierung der im KoZ Angestellten zu gewährleisten und andererseits die politische und finanzielle Handlungsfähigkeit des AStA zu wahren. In Anbetracht dieser Situation hat sich das KoZ, welches den Café-Betrieb autonom verwaltet zu einer Schließung bis Mitte Januar des kommenden Jahres entschlossen.

Von der Schließung sind allerdings nur der Cafébetrieb sowie die KoZ-internen Bar-Abende betroffen. "Als kultureller und politischer Raum bleibt das KoZ natürlich bestehen. Vorträge und Veranstaltungen, wie beispielsweise das Sonntagscafé mit Geflüchteten werden weiterhin wie gewohnt stattfinden“, so AStA-Vorsitzender Bengican Gülegen. "Die Erhaltung des KoZ als Raum der Begegnung hat für uns hohe Priorität."

"Dieser Schritt fiel allen Beteiligten sehr schwer. Das KoZ stellt seit Jahren einen von der verfassten Studierendenschaft verwalteten Treffpunkt dar. Es ist maßgeblicher Bestandteil des studentischen und kulturellen Lebens auf dem Campus Bockenheim sowie ein Ort für Vorträge, Lesungen und Barabende der hochschulpolitischen Öffentlichkeit und soll das auch bleiben", so AStA-Vorsitzende Kyra Beninga. "Auch die günstigen Getränke und Eintrittspreise sind eine politische Entscheidung, hinter der wir stehen. Das KoZ ist nicht wirtschaftlich und muss es auch nicht sein. Der Umzug großer Teile der Universität von Bockenheim ins Westend ist ein wesentlicher Grund für den eklatanten Einnahmerückgang des Cafe KoZ.", ergänzt AStA-Vorsitzender Johannes Fechner. Zudem hätte das KoZ in der ursprünglichen Planung des Neubaus des Studierendenhauses längst an den neuen Standort ins Zentrum des studentischen Lebens umziehen sollen. Jahrelange Verschleppungen im Planungs- und Bauprozess gingen zu Lasten der selbstverwalteten Infrastruktur: sie stand auf verlorenem Posten. Die prekären Ausgangsbedingungen haben es dem selbstverwalteten Cafébetrieb sehr schwer gemacht, weiterhin finanziell subventionierbar zu bleiben.

Im Zuge dessen muss über eine Neuausrichtung des KoZ-Konzeptes und der Öffnungszeiten bis zum Umzug ins neue Studierendenhaus diskutiert werden, um die Subventionierung des KoZ zukünftig auf einem vertretbaren Level zu halten. Dabei ist es besonders wichtig mit allen Beteiligten zusammen zu arbeiten, das schließt die Angestellten des KOZ, die Koordinator*innen, sowie studentische Projekte und den AStA selbst mit ein. Alle Beteiligten hätten gern eine andere Lösung gefunden, aber die scheint in diesem Jahr nicht mehr realisierbar zu sein. Für den AStA stellt es aber eine der wichtigsten Aufgaben dar, auch in Zukunft das Café KoZ mit seinem gastronomischen Angebot zu erhalten. Aus diesem Grund wird aktuell intensiv an einer Neukonzeptionierung für das kommende Jahr gearbeitet, um das KoZ als studentischen und politischen Raum zu erhalten. Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Alexander Knodt betont zudem: "Im Zuge dieses schweren Schrittes ist an keiner Stelle seitens des AStA der Abbau von Pfortenperonal oder der Belegschaft des KOZ in Betracht gezogen worden. Ziel des AStAs ist weiterhin die schnellst-mögliche Wiedereröffnung des KoZ.“

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