Standort Fahrradwerkstatt

Datum der Veröffentlichung:Montag 14.8.2017

Sehr geehrte Frau Wolff, sehr geehrter Herr Fester.

Seit vielen Monaten stehen wir nun im Austausch über die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt an der Goethe-Universität durch den AStA. Wir wenden uns nun mit diesem Brief an Sie, da sich bei uns der Eindruck festigt, dass Sie die Verwirklichung des Projekts aktuell nicht mehr unterstützen. Unser Anliegen ist, endlich einen Standort für unsere Fahrradwerkstatt zu erhalten.

Im Sommer 2016 zeigten Sie sich von der Idee einer selbstverwalteten Fahrradwerkstatt auf dem Campus begeistert und sicherten Ihre Unterstützung zu. Damals wurde darüber verhandelt, wie die Personalkosten zwischen der Uni und dem AStA aufgeteilt werden, da ja nicht nur die Studierenden, sondern auch die Mitarbeitenden vom Projekt profitieren sollten.

Im Oktober 2016 teilten Sie uns mit, dass eine Teil-Finanzierung des Werkstatt-Personals für die Uni nicht realisierbar sei. Allerdings hielten Sie an ihren Zusagen fest, dass die Universität die Beschaffung und Aufstellung des 40 Fuß langen Werkstatt-Containers finanziert und dieser unmittelbar westlich anschließend an die Container der Immobilienverwaltung aufgestellt werden soll. Von Herrn Fester wurde wiederholt versichert, dass Container und Aufstellung höchstens 15.000 € kosten und diese aus seinem Etat finanziert werden.

Im Februar 2017 teilte Herr Fester uns überraschend mit, dass der vorgesehene Standort nicht mehr zur Verfügung stehe, weil die Verwaltung eben dort Platz für 25 neue Arbeitsplätze schaffen müsse. Danach wurden mehrere Alternativen für den Standort vor Ort geprüft. So wurde eine teilweise Nutzung des "Random White House" seitens der Uni als nicht machbar bezeichnet.

Einig wurden alle Seiten im Mai, dass nunmehr drei kleinere Container in Reihe vom Südeingang gesehen rechts aufgestellt werden sollen, wo eine geeignete Fläche vorhanden ist. Auf mehrfaches Befragen versicherte Herr Fester, dass die Container 9.000 kosten würden und mit der Aufstellung der Rahmen von 15.000 € locker einzuhalten seien. Umso erstaunter waren wir, dass uns Herr Fester am 27. Juli mitteilte, dass seine Fachleute nun mit 30.000 € rechneten und dieses Geld nicht vorhanden sei. Damit ist nun zum zweiten Mal ein gefundener Standort von der Uni aufgekündigt und damit das Projekt um viele Monate verzögert worden. Die Verdoppelung der Kosten an dem zuletzt gefundenen Standort ist für uns nicht nachvollziehbar.

In den Vorbereitungen der Eröffnung, die ursprünglich für April 2017 geplant war, haben wir, der AStA und der ADFC, unsere Hausaufgaben gemacht. Wir haben eine Personal- und Verwaltungsstruktur aufgebaut, eine Inventarliste ausgearbeitet, ein Organisationskonzept entworfen, einen als gemeinnützigen anerkannten Trägerverein gegründet  sowie die Finanzierung für das Projekt übernommen. Von Ihrer anfänglichen Zusage das Projekt zu unterstützen, ist jedoch nicht mehr viel geblieben – sie gestehen uns nicht einmal einen ungenutzten Geräteschuppen zu.

Wir wünschen uns, dass Sie Ihre Zusagen einhalten und uns einen Standort für die Werkstatt zur Verfügung stellen. Die Anforderungen an den Werkstattstandort sind minimal und auf dem Campus sind ausreichende Möglichkeiten vorhanden, um eine kleine Fahrradwerkstatt zu realisieren. 

Über eine  Stellungnahme darüber, ob Sie noch an der Realisierung einer Fahrradwerkstatt auf dem Campus interessiert sind und weshalb der zugesagte Standort nicht in Frage kommt, würden wir uns freuen. 

Beste Grüße, Ihr AStA.

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