AStA kritisiert Unentschlossenheit der Frankfurter Wohnpolitik

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 24.8.2017

Vor dem Hintergrund einer Vertragskündigung für den Bau von studentischem Wohnraum auf dem ehemaligen Bio-Campus kritisiert die Studierendenvertretung die Tatenlosigkeit in der Frankfurter Wohnpolitik.

Die seit Jahren leerstehenden Lehrgebäude waren schon 2011 von Studierenden besetzt worden, um auf die Wohnungsnot aufmerksam zu machen, seitdem hat sich die Wohnungssituation für Studierende in Frankfurt weiter verschärft.

"Wir begrüßen, dass die Stadt zumindest am Palmengarten keinen Bedarf für Luxuswohnungen mehr sieht." stellt Valentin Fuchs, Kommunikationsreferent des AStA klar "Aber angesichts der verschärften Lage auf dem Wohnungsmarkt und der Lage in Campusnähe halten wir die Schaffung von 260 Wohnheimplätzen an dieser Stelle nicht nur für sinnvoll, sondern das Mindeste, was Land und Stadt den Studierenden jetzt bieten müssen."

„Wir erleben in solchen Debatten immer wieder, wie bezahlbarer Wohnraum, Schulen, Kitas, oder Kultureinrichtungen gegeneinander ausgespielt werden - das Resultat ist meist Stillstand“, kritisiert Fuchs, „im Luxussegment sind Stadt und ABG geradezu bauwütig.“ Das zeige sich etwa im aktuellen Geschäftsbericht der ABG, wo 2016 wieder knapp 80 Mio € erwirtschaftet wurden, in der Entwicklung des Mietspiegels oder in den unentschlossenen Auflagen für Grundstückvergabe oder Mietpolitik.

„Es ist nicht zu ertragen, dass die Stadt der Wohnungsnot so unentschlossen begegnet“, so Fuchs. Politisch gäbe es sehr viele Möglichkeiten der Situation zu begegnen, etwa durch Auflagen beim Erwerb von Objekten, durch die Sanktionierung von Leerstand oder Spekulation sowie durch eine Verländerung der Kündigungssperrfrist oder der Preisbindung.

Im Rahmen der Kampagne „Mieten? Ja Wat Denn?!“ bietet der AStA auch dieses Jahr wieder wohnungslosen Studierendenden eine Übernachtungsmöglichkeit zu Semesterbeginn. Der übergangsweisen Benutzung des Leerstands auf dem ehemaligen Biologie-Campus steht der AStA nach wie vor offen gegenüber.

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